Wie läuft die Produktion eines Erklärvideos ab?

In diesem Text geht es um einen animierten 2D Erklärfilm, da dieses Format mit Abstand das Beliebteste ist. Nach jedem Produktionsschritt gibt es eine festgelegte Anzahl an Korrekturphasen. Die grundsätzliche Aufteilung einer Erklärvideo-Produktion sieht bei mir wie folgt aus:

 

  1. Beratung und Briefing
  2. Definition der Zielsetzung und Zielgruppen
  3. Konzept und Styleframes 
  4. Storyboard und ggf. Sprechertext
  5. Umsetzung  der Animation und des Motion Designs
  6. Sprecher und Vertonung
  7. Lieferung der relevanten Daten

Stil aus dem Erklärvideo Infinity 236

Beratung und Briefing

Am Anfang jedes Auftrags steht das Gespräch mit dem Kunden. Es werden essentielle Fragen geklärt. Für wen ist das Video? Was macht diese Zielgruppe aus? Wird das Video eher auf Laptops oder auf Smartphones geschaut? Soll das Video auch auf Messen verwendet werden? Und noch vieles weitere. Die Recherche im Vorhinein ist extrem wichtig. Es muss genau bestimmt werden, wer sich den Film wo anschaut. Auch eine klare Botschaft muss herausgearbeitet werden. Weiterhin muss der Kunde sich darüber klar werden, was er mit dem Video erreichen will. Erst wenn diese Fragen geklärt sind, kann ein punktgenau kommunizierender Erklärfilm entstehen. Es müssen allerdings auch Rahmenbedingungen wie das Budget und der Bearbeitungszeitraum festgelegt werden.

Definition der Zielsetzung und Zielgruppen

Die im Briefing ausgemachte Zielgruppe wird von mir weiter analysiert: wieviel Vorwissen hat die Zielgruppe? Wie alt ist der Großteil der Zielgruppe? Was mag die Zielgruppe? Auch wird eine Recherche zur Konkurrenz gemacht. Was macht diese gut? Was kann man besser machen? Wie kann man sich von ihr abheben? Das sind Fragen, die über den Erfolg des Projektes entscheiden.

Konzept und Styleframes

Beispiel eines Styleframes

Anhand der gesammelten Informationen wird von mir ein Konzept in Textform entwickelt. Zusätzlich zu dem Textkonzept werden sogenannte Styleframes erstellt. Styleframes sind Bilder, die die visuelle Gestaltung des Films darstellen. Mit dem Textkonzept und Styleframe kann sich der Kunde einen Eindruck davon machen, wie der Film am Ende aussehen und funktionieren wird. Warum wird nicht gleich ein Storyboard erstellt? Sofern der Kunde schon eine ganz genaue Vorstellung von dem Film, sowohl auf konzeptioneller als auch visueller Ebene hat, kann auf diesen Schritt ebenfalls verzichtet werden. Letzteres ist z. B. der Fall, wenn es eine Fortführung einer Videoserie ist und dementsprechend ein Großteil der Gestaltungsfragen schon beantwortet ist. Da dieser Schritt allerdings keine zusätzliche Zeit erfordert und deshalb auch keine zusätzlichen Kosten entstehen, empfehle ich ihn in den meisten Fällen. Stellen Sie sich nur vor, ich erstelle ein Konzept und ein gesamtes Storyboard, das in die falsche Richtung geht. Dann muss die Storyboard-Erstellung nochmal von vorne beginnen, was zusätzliche Kosten verursachen würde. Falls der Text nicht vom Kunden geliefert wird, werden auch erste Textentwürfe vorgestellt.

Storyboard und ggf. Sprechertext

Ist der Kunde mit dem Konzept und den Styleframes zufrieden, beginnt die Arbeit am Storyboard. Ein Storyboard beinhaltet die wichtigsten Szenen des Films als Stils (noch nicht animierte Bilder des Films). Des Weiteren werden Sprechertext, Szenenbeschreibungen und ggf. Anmerkungen gesammelt. Auch Sprechproben werden dem Kunden zugesandt und es wird mit der Planung der Sprachaufnahmen begonnen.  

Warum wird nicht sofort mit der Animation begonnen? Die Antwort ist einfach. Änderungen im Storyboard sind noch relativ schnell umsetzbar. Änderungen an bereits animierten Filmen sind oft sehr zeitaufwendig und treiben die Kosten in die Höhe. Deshalb ist ein gut ausgearbeitetes Storyboard wichtig, um bereits vor der Animation einen guten Eindruck von dem Film zu erhalten. Sie erkennen hier sicherlich schon ein Muster. Umso später in der Produktion große Änderungswünsche kommen, umso schwieriger sind diese umzusetzen. Das heißt allerdings nicht, dass Änderungen zum Ende des Projektes nicht mehr umsetzbar sind. So gut wie alles kann zu jedem Zeitpunkt der Produktion geändert werden (das gilt nicht für Realfilm!). Es kann allerdings passieren, dass sehr späte essentielle Änderungen mit zusätzlichen Kosten verbunden sind.

Umsetzung der Animation und des Motion Designs

Sobald der Kunde das Storyboard freigeben hat, geht es in die Animation. Bei besonders aufwendigen Projekten kann es ratsam sein vor der eigentlichen Animation ein Animatic zu erstellen. Ein Animatic ist eine sehr rohe Animation des Materials, teils auch mit Platzhaltern, um vor der Animation einen noch detaillierteren Eindruck zu erhalten. In den meisten Fällen ist Letzteres allerdings nicht nötig. Ist der Sprechertext schon vorhanden, wird direkt darauf animiert. Falls der Sprechertext noch nicht finalisiert ist, kann auch mit einer vorläufigen Aufnahme gearbeitet werden. Infolgedessen erhält der Kunde einen fast fertigen Film für das Feedback.

Sprecher und Vertonung

Zu guter Letzt erhält der Film noch kleine Soundeffekte und Musik. Ob extra Musik komponiert wird oder eine Musik im Internet gekauft wird, liegt ganz beim Kunden und dessen Budget. Ich kann Sie bei diesem Entscheidungsprozess gerne begleiten. Hier sollte das Kosten-Nutzen-Verhältnis abgewägt und geschaut werden, wie wichtig es für den Film im Gesamten ist. Der vom Kunden ausgesuchte Sprecher hat mittlerweile die Sprachaufnahmen geliefert. Diese werden unter das Video gelegt und ggf. letzte Anpassungen gemacht.

Lieferung der relevanten Daten

Sobald alle Beteiligten mit dem Film zufrieden sind, werden die relevanten Daten an den Kunden übergeben. Welche Daten das sind, muss im Vorhinein geklärt werden. Will der Kunde die offenen Daten haben, muss dies im Vorfeld besprochen werden, da es zu zusätzlichen Kosten führt. In Deutschland verkauft der Designer per Gesetz Nutzungsgebühren für die von ihm erstellten Designs und nicht die offenen Daten an sich. Nutzungsrechte können ein sehr komplexes und kompliziertes Thema sein. Diese können z. B. nach Ort oder Zeit eingeschränkt werden. Da der Großteil der Filme, die ich produziere auch im Internet gezeigt wird, habe ich mich entschlossen, die Nutzungsrechte grundsätzlich uneingeschränkt zu verkaufen. Letzteres wird auch auf Angebot und Rechnung gekennzeichnet.

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